Baklava

Gestern habe ich meinen Mann gefragt, was ich zu Bajram backen soll. Nachdem ich ihm ein paar Süßspeisen vorgeschlagen habe, überlegte er nicht lange und sagt gleich Baklava. Und ja, es ist tatsächlich so, diese Süßspeise gehört bei uns inzwischen zu Bajram dazu. Es ist sozusagen unsere Tradition geworden.

Wusstet ihr eigentlich, das diese leckere Süßspeise ganz einfach in der Zubereitung ist? Ich mache zwar den Filoteig bzw. Yuflateig selber, aber mit den gekauften Blätter geht es genauso gut und schmeckt ebenso lecker. Ich muss zugeben, ich habe jahrelang gebraucht, bis ich den Teig hingekommen habe. Ich kann nicht mal genau sagen, was ich immer falsch gemacht. Irgendwann hat es dann geklappt.

Und bevor ihr jetzt auch anfängt zu üben, wie die Weltmeister, empfehle ich euch dieses Rezept auszuprobieren mit gekauftem Filoteig. Ich nenne es mein Grundrezept, denn eigentlich schaue ich immer was ich Zuhause vorrätig habe und verwende meistens verschiedene Nüsse. Den Zucker ersetzte ich manchmal auch durch Honig und ab und an dekoriere ich auch mal mit Zitronenscheiben oder Pistazien.

Aber nun zum Rezept.

Zutaten für die Füllung:

Backform 30×35 cm

400 g Walnüsse

250 g Butter

Zutaten für den Zuckersirup:

500 ml Wasser

250 g Zucker

Saft einer halben Zitrone

Außerdem benötigt ihr eine Packung Filoteig bzw. Yufkateig.

Zubereitung:

Als erstes heizt ihr den Backofen auf 180 Grad O/U Hitze vor. In einem Topf lasst ihr die Butter langsam schmelzen. In der Zwischenzeit hackt ihr grob die Nüsse. Ihr könnt auch gerne verschieden Nüsse verwenden. Ein Mischung aus Wallnüssen und Mandeln ist besonders lecker. Ich verwende zum Hacken gerne auch meinen Mixer, allerdings solltet ihr da vorsichtig sein, denn die Nüsse sollten nicht gemahlen werden.

Wenn die Butter geschmolzen ist gebt ihr 120 g davon zu den Nüssen und vermischt die Masse.

Nun bereitet ihr eure Form vor. Eigentlich geht jede Form oder auch einfach ein Backblech. Ich verwende auch manchmal eine runde Tarteform. Das dürft ihr selber entscheiden. Ich habe dieses Mal meine Baklava im Backrahmen zubereiten. Diesen habe ich auf 30 x 35 cm eingestellt. Im Menüpunkt unter Produktempfehlung findet ihr den Link zum Backrahmen.

Zuerst pinselt ihr den Boden der Form mit etwas der übriggebliebenen Butter ein. Legt nun ein Blatt Filoteig darauf. Pinselt wieder Butter darauf und gebt noch ein Blatt darauf. Diesen Vorgang wiederholt ihr noch einmal. Es sollten also nun drei Lagen am Boden sein. Nun wieder ein wenig mit Butter bepinseln und anschließend 2-3 Esslöffel der Füllung gleichmäßig auf dem Teig verteilen. Als nächstes kommt wieder eine Blatt darauf, die Butter und die Füllung. Diesen Vorgang wiederholt ihr so oft, bis die Füllung aufgebraucht ist. Zum Abschluss gebt ihr wieder drei Filoteigblätter darauf, nach dem gleich Prinzip wie am Anfang. Auch diese sollten alle gut mit Butter Bepinselt werden. Den Rest der Butter dürft ihr gerne darüber gießen und gut mit dem Pinsel verteilen.

Bevor ihr die Baklava in den Backofen schiebt, solltet ihr euch die gewünschten Stücke zurechtschneiden. Dieses Mal habe ich ganz einfache Quadrate zurecht geschnitten, manchmal dürfen es auch Rauten sein, aber das bleibt jedem selbst überlassen. Es ist vollkommen ausreichen, wenn ihr nur die obere Schicht durchschneidet. Durch die Butter weichen die Blätter ein wenig auf und werden weich. So lässt sich sie sich gut schneiden.

Nun kommt die Baklava für ca. 35 bis 40 Minuten in den Backofen. Sie ist fertig, wenn sie goldbraun gebacken ist.

In der Zwischenzeit könnt ihr schon Mal den Zuckersirup vorbereiten. Dazu gebt ihr alle Zutaten in einen Topf und lasst diesen kurz aufkochen. Wer möchte, darf auch gerne anstatt dem Zucker Honig verwenden. Schmeckt meiner Meinung nach noch besser.

Wenn die Baklava fertig ist, nehmt ihr sie aus dem Backofen und übergießt sie mit dem Sirup, zumindest mach ich es so. Die Meinungen dazu gehen stark auseinander. Viele sagen, die Baklava sollte erst abkühlen. Ich gieße den Sirup sofort drauf und bin bisher immer sehr zufrieden gewesen.

Ich hoffe das Rezept gefällt euch 🙂

Viel Spass beim Nachmachen 😉

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